pop-up Tourismus: ein Beitrag zu leistbarem Wohnen

Die grossen Tourismusströme werden von ganz bestimmten Orten wie durch Magnetfelder angezogen. Es sind dies einerseits die dicht bebauten Grossstädte mit ihren Baudenkmälern, ausladenden Plätzen und dem Nachtleben, andrerseits Landschaften mit interessanten Naturphänomenen. Temporäre grossräumige Veranstaltungen wie z.B. Kulturfestivals und andere Events sind weitere Anziehungspunkte.

Diese Art von Tourismus bringt der lokalen Wirtschaft zwar Einnahmen; diese sind aber ungleich verteilt. Während die Besitzer von Gastronomie, Infrastruktur und die Reisebranche den Grossteil für sich in Anspruch nehmen, bleiben für die einfachen Angestellten Minimallöhne und unsichere Anstellungsverhältnisse, vielfach in Form von Saisonarbeit. Dazu kommt, dass mit der Vermietung von Wohnraum an den Tourismus viel mehr Einnahmen generiert werden und die lokale Bevölkerung aus den Städten gedrängt wird. Lärm und Umweltbelastung tragen dazu bei, dass die sozioökonomische Belastung immer grösser wird und hohes Konfliktpotenzial auslöst.

Die Einwohner in Barcelona wehren sich nicht nur gegen die Unterwanderung des Wohnungsmarktes durch internationale Plattformen, sondern immer mehr gegen den Tourismus ganz allgemein. Mallorca diskutiert Beschränkungen für Tourismus und in Athen werden ganze Quartiere mit eingelebten Wohngemeinschaften zugunsten von zahlungskräftigen Besuchern entvölkert.

Der Tourismus wird damit mehr und mehr zu einem Phänomen, das zwar wirtschaftliches Wachstum produziert, davon aber zu wenig übrig für die eingesessene Bevölkerung lässt – im Gegenteil, diese sogar noch vertreibt.

pop-up Tourismus ist ein Konzept, das einen aktiven Beitrag zur Lösung dieses Problems leisten kann.

pop-up Tourismus besteht aus zwei Bausteinen

1. Modulares Bauen

Die einzelnen Wohnungen/Appartments werden als vorgefertigte Hüllen aus leichten, nachhaltigen Baustoffen hergestellt. Diese Module können auf einfachen Fundamenten aufgebaut und übereinandergestapelt werden. Die Abmessungen der Hüllen können in Breite und Tiefe variieren, um die Bebauung von verschieden grossen Baugrundstücken zu ermöglichen. Es können damit auch städtische Baulücken geschlossen werden.

Die Grösse der Module ist so geplant, dass sie per LKW transportiert und vor Ort per Kran aufeinandergestapelt werden können.

2. Die Inneneinrichtung

Die Innenräume der Wohnungen können bei Bedarf vergrössert oder verkleinert werden, wodurch die Raumnutzung maximiert wird. Verschiebbare Raummodule ermöglichen es den Bewohnern, mit einem Handgriff unterschiedliche Räume zu schaffen. Im Gegensatz zu kompakten mobilen Wohnungen wird der Raum buchstäblich dorthin „verlagert“, wo er gerade benötigt wird.

Die vorgefertigten Einrichtungsmodule werden aus nachhaltigen Baustoffen hergestellt. All das ermöglicht es, die Einheiten in kurzer Zeit zusammenzubauen und auszuliefern.

Projektvorschlag

Die vorgefertigten, kompakten und flexiblen Wohnmodule werden für eine bestimmte Zeit an attraktiven Orten in einer Stadt oder in der Landschaft aufgestellt und dienen als privilegierte Ferienwohnungen. Diese Standorte beherbergen somit ein temporäres Netzwerk von Touristenwohnungen.

Gleichzeitig werden Standorte in der Stadt oder in der Region identifiziert, die für den endgültigen Bau von leistbarem Wohnraum in Frage kommen. Nach der abgelaufenen Zeit werden die Wohnmodule verlegt und zu einem permanenten Wohngebäude zusammengebaut. Die Flexibilität der Wohnmodule macht diese Transformation möglich.

Ein Grossteil der Baukosten wird damit durch die Touristen getragen, der damit einen Beitrag zur Lösung der Wohnungsnot leisten kann.

Unter Ausnutzung neuester technologischer und wissenschaftlicher Möglichkeiten wird mit diesen Bausteinen eine zeitgenössische, nachhaltige, hochqualitative Wohnsituation realisiert, die den Standard des 21. Jahrhunderts mitprägt.

pop-up Tourismus kann überall dort angewendet werden, wo sich eine grosse Anzahl von Touristen aufhält. Das sind z.B. Grossstädte mit ihren historischen Zentren, Naturlandschaften mit vielen Besuchern; und auch temporäre Veranstaltungen, die für eine gewisse Zeit Anziehungspunkt für Besucher sind.

Wir offerieren dieses Projekt für die EU-Kulturhauptstadt 2024 an:

- Dornbirn Plus

- St. Pölten

- Salzkammergut

Die Bilder kommen aus einem von uns gemachten Vorschlag für die Stadt Rom.

Angelo Roventa
Goldeggasse 16/9, A-1040 Wien
Hatlerstrasse 10, A-6850 Dornbirn
www.wald-wohn-werkraum.com
www.peterpaula.com
www.elasticliving.eu  
roventa@aon.at